An den Haushalts- und Innenausschuss des Bundestages

Sehr geehrte Damen und Herren des Haushaltsausschusses und des Innenausschusses,

wir sind eine Gruppe von Lehrkräften in Integrationskursen, die sich seit geraumer Zeit mit der Qualität und der Finanzierung der Integrationskurse beschäftigt. Wir möchten uns ganz herzlich dafür bedanken, dass Sie sich dazu bereit erklären, weitere 40 Mio. € in die Integrationskurse zu investieren.

Leider reichen die Mittel, die der deutsche Staat zur Verfügung stellt nicht aus, um die Lehrkräfte ausreichend zu bezahlen und um gute Kurse zu ermöglichen. Wir haben deshalb angefangen, mit Hilfe einer Spendenkampagne Drittmittel einzuwerben. Eine freundliche Firma hat bereits signalisiert, dass sie gerne bereit wäre, dem Bundesinnenministerium finanziell unter die Arme zu greifen. Die Firma benötigt aber eine Spendenkonto-Nummer. Wir möchten Sie deshalb bitten, eine Bankverbindung einzurichten, auf die die Spendengelder für die Integrationskurse künftig überwiesen werden können.

Für die Zukunft stellen wir uns vor, dass wir auch ausländische Staaten an der Finanzierung der Integrationskurse beteiligen wollen. Russland und die Türkei stellen die größten Kontingente an Kursteilnehmern, deshalb halten wir es für vertretbar, auch die Präsidenten dieser Länder anzuschreiben und um eine Spende zu bitten. Auch internationale Fußballvereine oder Firmen wie Coca-Cola, Amazon, Bertelsmann oder die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) könnten hilfreich sein. Im Gegenzug würden die ca. 17.000 Lehrkräfte in den Kursen Product-Placement betreiben und Werbegeschenke an die KursteilnehmerInnen und ihre Familien verteilen.

So wäre allen Seiten geholfen: die Lehrkräfte könnten endlich von ihrer Arbeit leben, die Firmen könnten einen gigantischen Werbemarkt erschließen und der Staat könnte in Zukunft wahrscheinlich vollständig von allen Kosten für die Integrationskurse entlastet werden. Auch beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge könnten dann Stellen eingespart werden, was den Haushalt weiter entlasten würde.

Für Ihre Unterstützung bedanken wir uns im Voraus und verbleiben

mit freundlichen Grüßen

 

Bitte beachten Sie auch die folgenden Informationen:

Coca-Cola unterstützt gelungene Integration:
„Ein Thema, das bei Coca-Cola enorme Bedeutung einnimmt und zu dem man sich auch gemeinsam engagieren wird.“

Integrationsbeauftragte Böhmer erlebt McDonald’s als Beispiel für Integration:
„Das Weltwirtschaftsforum empfiehlt Unternehmen in der aktuellen Studie „Global Talent Risk“, im Zuge des Fachkräftemangels stärker um Arbeitskräfte mit Migrationshintergrund zu werben.“

FC Bayern München: Gemeinsam für Integration in Deutschland:
„Integration ist eines der großen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. In Deutschland leben über 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Angesichts dieser Tatsache engagiert sich die Deutschlandstiftung Integration unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel mit einem umfassenden Programm. Um diese Aktivitäten auch öffentlich zu unterstützen, haben sich die 18 Bundesliga-Clubs zu einer besonderen Initiative entschlossen.“

 

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8 Responses to An den Haushalts- und Innenausschuss des Bundestages

  1. Roswitha Haala says:

    Ja, das wäre eine von vielen Möglichkeiten!

    Zum Vergleich zum ansonsten offenen Bundessäckels:
    Mindener Tageblatt v. 31.05.2014, S. 2 „Kurz notiert“
    „BND will soziale Netzwerke besser ausforschen: Der Bundesnachrichtendienst (BND) will die sozialen Netzwerke künftig in Echtzeit ausforschen können. Die Pläne gehen aus Unterlagen des Auslandsdienstes hervor, wie „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR berichteten. Das Projekt laufe intern unter der Bezeichnung „Echtzeitanalyse von Streaming-Daten“. Rund 300 Millionen Euro für das Projekt soll der Bundestag in Berlin kommende Woche bewilligen. (dpa)“

    Huhu!
    Deutsch-historisch: “Der Lauscher an der Wand hört seine eigene Schand!” Wieder so viel Angst vor möglichen sozialen Netzwerken gegen asoziale Verhältnisse?

    Mal eben 300 Millionen Euro…. locker.
    Aber die derzeit fehlenden 40 – 45 Millionen € für IntV-Integrationskurse, die müssen viel – leicht gesponsert werden. Obwohl auch mit diesem Geld die äußerst prekäre Beschäftigung der Lehrkräfte nicht durch eine angemessene Bezahlung abgeschafft werden soll…

    Zitat:”(…) In den Studien und Stellungnahmen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge wird der Begriff “prekär” nicht benutzt, denn difizitäre Arbeitsbedingungen angesichts der Aufgabe der sprachlichen Integration von bisher über eine Millionen Zuwanderern würde das Kursangebot wohl in die Nähe der strukturellen Diskriminierung von Zuwanderern rücken*. (…) * Die Frage, ob prekär beschäftigte Kursleitende nicht in Widerspruch zu der von der Politk geforderten Willkommenskultur stehen, ist bislang in der Öffentlichkeit undebattiert geblieben. (:::)” von Günter Riecke: “Qualitätsmanagement und prekäre Beschäftigung in den Integrationskursen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge”, S. 13 und 14.

    Recht hat Herr Riecke! Und der Begriff “strukturelle Diskriminierung” lässt sich auch auf den hohen Frauenanteil der Kursleitenden übertragen 2010: 85%!

    So viele Ausrufezeichen und haha, jetzt haben einige wieder “etwas” zu lesen. Auch die 54 Seiten von Herrn Riecke. Viel Spaß dabei!

    Mit äußerst amüsiert freundlichen Grüßen

    Roswitha Haala

    • Anonymous says:

      Liebe Roswitha,
      das BAMF schrieb ja letztens, dass es von irgendwelchen Qualitätsmängeln bei den Integrationskursen nichts wisse. Natürlich ist das schlechte Kursangebot eine strukturelle Diskriminierung von Zuwanderern, da hat Herr Riecke vollkommen Recht. Naja, und Frauen gehören in Deutschland eh an den Herd oder in den Niedriglohnsektor, das wissen wir doch.
      Hat die SPD nicht mal ein Honorar von 26 € gefordert? War alles nur heiße Luft, alles falsche Versprechungen und Wählertäuschung. Jetzt ist die SPD in der Regierung und macht – nichts.

  2. Roswitha Haala says:

    Lieber Anonymous,
    so schaut`s aus. Ich fragte einmal P. Steinbrück, ob er sein Honorar ab 15.000 € aufwärts für einen 45-minütigen Vortrag – vergleichbar mit unpädagogischem, lässig aus dem Handgelenk geschüttelten Frontalunterricht alter “Hasen” – gerecht gegenüber den 18 bzw. 20 € Honorar für 45` gut vorbereitenden (wie BAMF-erwartet und -üblich unbezahlt) Unterricht in IntV-Integrationskursen findet. Lange keine Antwort. Nach meiner Erinnerung, der Hinweis, sein Büro würde antworten. Nichts. Erinnerung kurz vor der Niedersachsenwahl: Sein Büro würde bald antworten… Seitdem nothing.
    Wunderte mich nicht. Test it! Das Aufdeckspiel.

    Politikverdrossenheit sollte jedoch nicht zur Resignation führen, denn das ist was machtsüchtige Politprofis wollen. Wieviel Angst sie dennoch haben, zeigen die angedachten 300 Millionen € fürs BND-Ausforschungsprogramm.

    Die Närrin, der Narr hingegen lacht Lebensfunken, die Sterne werden könnten…
    Jeder/jedem ihre eigene Realität!
    Haupt_Sache wir realisieren sie.

    Auch wenn es sich erübrigen sollte: Haupt = Kopf = Gehirn = Synapsen klapsen.

  3. Roswitha Haala says:

    Das Selbstverständnis eines Politprofis:

    Wulff: Mit 200.000 Euro “ganz unten”?
    Ab wann ist ein Mensch ganz unten angelangt?
    10.06.2014
    Heute stellt der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff sein Buch „Ganz oben, ganz unten“ vor. Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtverbands, Ulrich Schneider, kritisierte Wulff scharf für die Wahl des Titels. Seiner Meinung nach sei die Titelwahl „ein peinlicher Fehlgriff, der bestenfalls noch Kopfschütteln auslöst“. Ganz unten bedeute nämlich nicht 200.000 Euro Ehrensold bis zum Lebensende pro Jahr zu erhalten und zusätzlich einen Chauffeur, ein Büro, eine Angestellte gestellt zu bekommen. „Ein Standard, der für den Normalbürger völlig außerhalb jeder Reichweite liegt“, so Schneider gegenüber dem Handelsblatt.
    Schneider gestehe dem Ex-Bundespräsidenten zu, dass er nach eigenem Empfinden „sehr tief gefallen sei“. Allerdings hätte Wulff bei der Wahl des Titels auffallen müssen, dass es Menschen gibt, die wirklich „ganz unten“ sind und beispielsweise auf Hartz IV angewiesen sind. Diese würden sich geradezu verhöhnt fühlen. Für alle anderen ist der Buchtitel „zumindest ein weiteres Indiz dafür, dass sich Teile der Politik immer weiter von der Lebensrealität der Bevölkerung entfernen“. (sb)

    Zitiert aus gegen-hartz.de vom 15.6.14

    Für 200.000 € Netto-Einnahmen müsste eine IntV-Lehrkraft 16,8 Jahre Vollzeit (45 Jahreswochen) arbeiten, ihr Arbeitszimmer selbst finanzieren, evt. ihr Auto zur Verfügung stellen + Hartz IV aufstocken, was monatliche Abrechnungen verlangt.

    Ihr “Ehrensold”:garantierte Altersarmut.

    Aber, viel – leicht hat Herr Wulff ja `nen Euro für seinen hochanerkannten Islam-Deutschland-Spruch…

  4. Roswitha Haala says:

    6.7.14 aus gegen-hartz-de:

    “Hartz IV: Die Null-Euro-Jobs kommen
    Hamburger Senat plant 500 Null-Euro-Jobs ab 2015

    01.07.2014
    (…) Im Gegensatz zu den Ein-Euro-Jobs, bei denen die Arbeitskräfte zumindest eine geringe Bezahlung erhalten, sollen die Null-Euro-Jobs „stärker produktionsorientiert“ sein und auf einer anderen gesetzlichen Grundlage als die übrigen Arbeitsgelegenheiten basieren. So soll für letztere das Arbeitsförderungsrecht nach § 16 Abs. 1 SGB II in Verbindung mit § 45 SGB III gelten. Auf diese Weise scheint der Hamburger Senat, die Vorschriften nach § 16d SGB II aushebeln zu wollen, die Arbeitsgelegenheiten definieren und unter anderem die Mehraufwandsentschädigung, den Arbeitsschutz, die Anwendung des Bundesurlaubsgesetzes und die Wettbewerbsneutralität gewährleisten sollen.
    Sanktionen bei Verweigerung von Null-Euro-Jobs
    Wer sich weigert, einen Null-Euro-Job anzunehmen, muss mit einer Sanktion rechnen. Diesbezüglich gelten die gleichen Regelungen wie bei Ein-Euro-Jobs. Kritiker wie der Arbeits- und Sozialrechtler Harald Thomè rufen zum Protest gegen die Null-Euro-Jobs auf. „Machen wir dem Hamburger Senat und der SPD bundesweit klar, was wir von Ihren Zwangsarbeitsmodellen halten“, heißt es in seinem Newsletter. „Der Hamburger Vorstoß ist als ein Testballon einzuschätzen, auszuprobieren wie stark der Widerstand dagegen ist. Wenn ‘die Initiatoren’ auf keinen massiven Widerstand stoßen, ist davon auszugehen, dass Null-Euro-Jobs beziehungsweise offene Zwangsarbeit bundesweit eingeführt werden.“ (ag)

  5. Roswitha Haala says:

    Bundespräsident Gauck hat die Diätenerhöhung “Schlank und rank” genehmigt.
    “Mindener Tageblatt” vom 12./13. Juli 2014: “(…) In diesem Jahr kostet die Erhöhung 1,7 Millionen Euro mehr, für 2015 wird mit 3,5 Millionen gerechnet.”
    Geht doch!

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