25.02.16

DaF-Studium
Zum Master: Lohnt sich definitiv nicht, um DaF zu unterrichten. Höchstens für eine Uni-Karriere. Da muss man überlegen, wie hoch die Chance ist, an der Uni zu bleiben bzw. dauerhaft eine Stelle dort zu haben. Meist ist ja Bedingung, dass der Stelleninhaber promoviert und danach auf einer neuen Stelle habilitiert. Unbefristete Stellen ohne Bindung an einen akademischen “Aufstieg” gibt es selten. Freiberufliche Dozenten an Unis sind trotz Honoraren von über 30 Euro/45 Min. genauso Tagelöhner wie in Integrationskursen und die unbezahlten vorlesungsfreien Zeiten sind lang. http://www.deutsch-als-fremdsprache.de/austausch/forum/read.php?9,103566

Deutscher Volkshochschul-Verband
Ja, warum haut denn der DVV nicht auf den Tisch und bringt ein klares Statement zu Festanstellungen und menschenwürdiger Bezahlung in allen Medien? Da kann es ihm doch nicht so ernst sein mit der Verbesserung der Arbeitsbedingungen für seine quasi angestellten, sorry scheinselbständigen, sorry, ich meine *hüsteli* ganz und gar freiwillig und ganz und gar eigenverantwortlich und unabhängig arbeitenden selbständigen Lehrer. Das ist doch halbherzig buckelnd und sehen wie man auf sich selbst das Licht am besten rückt. Unterstützung des Arbeitgebers sieht anders aus … http://www.deutsch-als-fremdsprache.de/austausch/forum/read.php?9,101305

Mindestlohn in der Weiterbildung
In der Weiterbildung beträgt der Mindestlohn (Angestelltenverhältnis! Kein Honorar!) ab Januar 2016: 14 €/West, monatlich 2.374,01 € sozial abgesicherter Bruttolohn mit bezahlten Urlaubs-, Feier- und Krankheitstagen, nicht Honorar. Mal so zur Erinnerung: 2003 erhielt ich in der Weiterbildung für 28 UE/Wo. 2.800 € Bruttolohn. Da 4,34 Wochen pro Monat gerechnet werden: 23,04 € statt heutiger 14 € Bruttolohn (nicht Honorar!). In welch anderem Beruf (außer DaF und seinen BAMF-Integrationskursen) gibt es eine derartige Absenkung??? http://www.deutsch-als-fremdsprache.de/austausch/forum/read.php?9,101305

Kölner VHS-Lehrer protestieren gegen prekäre Verträge
Juliane Rytz, eine der Lehrerinnen, die von ihrem VHS-Gehalt nicht leben kann. Gerade mal 430 Euro netto bleiben ihr, wenn sie halbtags arbeitet. Und das, obwohl sie promovierte Germanistin ist und Berufserfahrung hat. Auch die Zusatzausbildung Deutsch als Fremdsprache, die sie als Lehrerin für Sprach- und Integrationskurse qualifiziert, hat sie. An Schulen darf sie nicht arbeiten, weil sie kein Staatsexamen hat. Ihr bleibt nur die Option, die die VHS ihr vorsetzt: die Arbeit als Selbstständige. „Ich verstehe nicht, wieso das Bundesamt solche Arbeitsbedingungen mitträgt“, sagt Rytz. Das Bamf hat auf die Anfrage der taz nicht reagiert. In Köln hat sich die Anzahl der Deutsch- und Integrationskurse seit 2005 vervierfacht. Der Bedarf wird weiter steigen. Ab kommender Woche dürfen erstmals auch Geduldete und Asylsuchende die Integrationskurse besuchen. Die Volkshochschulen rechnen 2016 mit doppelt so vielen Kursteilnehmern. Sie suchen dringend Lehrkräfte. Bei derlei Verträgen dürften sie kaum fündig werden. http://taz.de/Deutschlehrer-von-Fluechtlingen/!5245270/

Festanstellung
“Integrationskurse auf Honorarbasis geben, das ist allenfalls okay, wenn man neben dem Studium unterrichtet”, meint Lehrerin Beyes. Die meisten lebten jedoch davon. Ein Plus beim Geld reiche nicht aus, dafür sei die Aufgabe zu wichtig. “Die Lehrer sollten ganz normal über die jeweiligen Kultusministerien bezahlt werden, wie Kollegen an staatlichen Schulen auch.” Mancherorts werden Träger flexibel, schichten um. Etwa Thüringens Volkshochschulen, die mit Anstellungen beginnen. Gut die Hälfte der Lehrkräfte habe sich auf sicherere Stellen, vor allem an Schulen, beworben. http://www.sueddeutsche.de/bildung/fluechtlinge-integration-fuer-euro-pro-stunde-1.2864268

DVV fordert Pauschale von 4,40 €
Sie alle wissen, dass schlecht bezahlte Jobs die Arbeitsmoral und damit die Qualität der Kurse dämpfen. In der Szene klagt man über hohe Fluktuation. “Die Lehrtätigkeit muss angemessen honoriert und die Festanstellungsquote deutlich erhöht werden. Nur so können dringend benötigte Lehrkräfte dauerhaft an die Weiterbildung gebunden werden”, sagte kürzlich die Präsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbands. Es ist Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Sie denkt an eine Pauschale von 4,40 Euro pro Schüler. Bislang galt das Thema eher als Beritt der Fachpolitik. Das könnte sich ändern mit dem Partei-Papier.
http://www.sueddeutsche.de/bildung/fluechtlinge-integration-fuer-euro-pro-stunde-1.2864268

Scheinselbstständigkeit
Die Abgrenzung zwischen einem freien Mitarbeiter (Selbstständiger) und einem Arbeitnehmer (Scheinselbständiger) ist in der Praxis schwierig. Immer wieder hört man das Argument, dass man ja schon deswegen echter Selbstständiger sei, weil man für mehrere Auftraggeber tätig ist. Dieses Argument ist falsch. Richtig ist allein, dass in der Praxis bei der Tätigkeit für viele verschiedene Auftraggeber oft nicht so genau hingeschaut wird. Tatsächlich ist das Argument ein oder mehrere Auftraggeber für die Abgrenzung Arbeitnehmer (Scheinselbstständiger) zum freien Mitarbeiter nicht relevant. Jede Tätigkeit wird für sich auf Scheinselbstständigkeit hin geprüft. Die einzelnen Tätigkeiten des Selbstständigen werden jeweils für sich geprüft. So kann es sein, dass eine Tätigkeit die Voraussetzungen einer selbstständigen Tätigkeit erfüllt, während die andere eigentlich als Arbeitnehmer erbracht wird. http://www.anwalt.de/rechtstipps/scheinselbststaendigkeit-auch-bei-taetigkeit-fuer-mehrere-auftraggeber-moeglich_078863.html

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